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Hochwasserschutz egal?

Am 04. Juni 2022 konnte man wieder in der Zeitung die Starkregen und Hochwasser Katastrophe in Hennef Lanzenbach nachlesen, wovon Windeck im Juli 2021 nur knapp verschont worden ist. Betroffen war auch der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar, der errechnete, dass mehr 200 000 Kubikmeter abgeflossen sind. In einer Straße sogar etwa 40 Kubikmeter in der Sekunde.

Und Ranga Yogeshwar hat eine Stimme, die gehört wird. Damit das nicht auch Windeck passiert, haben wir von der Piratenpartei diesen Antrag gestellt.

Aber die Gemeindeverwaltung und die übergroße Koalition können oder wollen nicht verstehen, dass Starkregen und Hochwasser zusammenhängen. Dieser kausale Zusammenhang scheint schwer zu verstehen zu sein. Lieber verschanzt man sich da hinter praxisfernen Formulierungen.

Denn die „Öffentlich-rechtliche Vereinbarung über die Erstellung eines Starkregenrisikomanagements für das Gebiet des Rhein-Sieg-Kreises“ ist für die kleinteiligen Gebiete ungenügend.

Wir möchten, dass auch die Flächen kleiner 4 Hektar betrachtet werden und das sich der Betrachtungsrahmen, also die sogenannte „Kommunalen Arbeitshilfe Starkregenrisikomanagement“ aktualisiert wird. Denn diese Arbeitshilfe wurde vor den Starkregen Ereignissen vom Juli 2021 erstellt und muss aktualisiert werden. Wir möchten nicht, dass die Gemeinde Windeck hier komplett ausschert, sondern streben nur eine Ergänzung an, die den Windecker Verhältnissen gerecht werden.

Mit diesem Ansatz hätte die Hochwasserkatastrophe vom Juli 2021 nicht verhindert werden können. Und so können Hochwasserkatastrophen auch zukünftig nirgendwo verhindert werden.

Zum Hintergrund:

Der Standpunkt der Bezirksregierung Köln kann im Antrag der Piratenpartei nachgelesen werden. Es liegt jetzt in der kommunalen Planungshoheit der Gemeinde Windeck, hier tätig zu werden. Nur die Gemeinde Windeck kann „künftige Anpassungsverfahren“ beeinflussen. Wird die Vereibarung einfach unterschrieben, so erweist die Gemeinde dem praktischen Schutz der Bevölkerung vor zukünftige Starkregen und damit Extremhochwässer einen Bärendienst. Es geht also kein Weg an einem Zusatz der Gemeinde Windeck zu der Vereinbarung vorbei, da die potenziell betroffenen ca. 1700 Windecker*innen1 in kleinteiligen Flächen, unmittelbar in oder angrenzend der HQ-100 bis HQ-extrem Flächen leben.

Leider haben die Mitglieder der Parteien der übergroßen Windecker Koalition nicht für den Antrag gestimmt. Die betroffenen Menschen in Opperzau, Au, Imhausen, Geilhausen, Rosbach, Schladern, Dattenfeld, Übersetzig, Wilberhofen, Hoppengarten, Röcklingen, Herchen, Stromberg usw. sind zukünftigen Starkregen- und Extremhochwasserereignissen also weiterhin schutzlos ausgeliefert.

#Windeck #Piratenpartei #Hochwasser #Starkregen

Antrag Piratenpartei

Nachzubessernde Vereinbarung:
Haupt- und Finanzausschuss – 07.06.2022
http://session.gemeinde-windeck.de/bi/si0057.asp?__ksinr=2869

TOP 6: Starkregenrisikomanagement für das Gebiet des Rhein-Sieg-Kreises Öffentlich-rechtliche Vereinbarung
http://session.gemeinde-windeck.de/bi/getfile.asp?id=66321&type=do
und hier

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